Wie funktioniert eine optische Maus?

Warum hat eine optische Maus an der Unterseite immer eine Art von Beleuchtung? Ist das nur Dekoration oder hat die Beleuchtung einen Sinn?

Untergrund-Fotografie

Der Sinn der Beleuchtung liegt darin, den Untergrund hell genug zu beleuchten, um ihn buchstäblich fotografieren zu können. Das ist nämlich genau das Prinzip aller optischen Mäuse inklusive der modernen Laser-Mäuse.

Die optischen Mäuse fotografieren ständig ihre Unterseite. Wenn sich ein Foto von dem vorherigen unterscheidet weiß die Maus, dass sie bewegt worden ist. Die optischen Mäuse vergleichen dann die beiden Fotos miteinander und versuchen zu erkennen, ob die Fotos gegeneinander nur leicht verschoben sind. In diesem Fall weiß die optische Maus, in welche Richtung sie bewegt worden ist und übermittelt die Mausbewegung an den Computer.

Probleme mit Glas und Spiegeln

Die optische Maus ist also darauf angewiesen, Fotos von ihrem Untergrund zu knipsen. Das bereitet aber Probleme, wenn die Maus auf einer Oberfläche steht, die nicht fotografierbar ist. Insbesondere bei Glasplatten und spiegelnden Oberflächen sind einfache Fotos von der Oberfläche aber unbrauchbar. Die optischen Mäuse können daher ohne weitere Tricks weder erkennen, ob sie bewegt wurden, noch in welche Richtung die Mausbewegung ging. Auf einer Glasplatte oder einer spiegelnden Fläche funktionieren die meisten optischen LED- und Lasermäuse daher nicht.

Die bislang einzigen Ausnahmen bilden Mäuse mit der neuen Laser-Tracking-Technologie “DarkField” von Logitech. Sie können auch auf Glasoberflächen benutzt werden. Ein Beispiel dafür ist die schnurlose Notebook-Maus Logitech Anywhere MX.

Sichtbares LED-Licht oder unsichtbares Laserlicht?

Der Trend scheint bei den optischen Mäusen heute zu einer Beleuchtung mit einem für Menschen unsichtbaren Licht zu gehen. Gerade in einer dunkleren Arbeitsumgebung stört dann das Licht der optischen Maus nicht. Als “unsichtbare” Lichtquelle dient bei diesen Mäusen dann zumeist das Licht einer schwachen Laser-Diode. Optische Mäuse mit sichtbarem Licht setzen hingegen zumeist auf das Licht einer roten oder blauen Leuchtdiode (LED).

Optische Mäuse

Marktüblich werden nur die Mäuse mit sichtbarer Untergrundbeleuchtung als “optische Mäuse” bezeichnet, die Mäuse mit unsichtbarem Licht hingegen als Lasermäuse. Die Genauigkeit einer modernen optischen Maus unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von der einer Lasermaus. Sie ist fast genauso präzise und funktioniert auf fast den gleichen Oberflächen, auf denen auch eine Lasermaus funktioniert. Optische Mäuse mit der BlueTrack-Technologie von Microsoft sind gegenüber den Lasermäusen auf komplizierten Oberflächen wie einem Teppich wohl sogar im Vorteil. Auf Glas und Spiegeln versagen prinzipiell beide Technologien. Logitech hat allerdings mit “DarkField” eine Laser-Trackingtechnologie entwickelt, die sogar auf Glas funktioniert.

Lasermäuse

Der Name “Lasermaus” bezeichnet optische Mäuse, die auf Laserlicht setzen. Üblicherweise ist das Licht dabei von einer Wellenlänge, die Menschen nicht sehen können. Lasermäuse unterscheiden insofern vor allem darin, dass ihr für die Untergrund-Fotografie genutztes Licht für Menschen nicht sichtbar ist.

Dank spezieller Eigenheiten des Laserlichts können die Lasermäuse auch auf sehr homogenen Oberflächen ohne sichtbare Oberflächenstruktur gut funktionieren. Liebhaber von optischen Mäusen halten allerdings häufig dagegen, dass moderne optische Mäuse ähnlich gut arbeiten.